Ortsmarken gestalten: Symbole, Farben und Beschriftungen
Aktualisiert am 28.09.2026 · Lesezeit ca. 3 Minuten
Eine Karte mit zwanzig gleichen gelben Nadeln ist schwer zu lesen. Mit Farben, Symbolen und Beschriftungen wird aus einer Sammlung eine Karte, die man auf einen Blick versteht.
Das Symbol ändern
In Google Earth Pro öffnen Sie die Eigenschaften einer Ortsmarke mit Rechtsklick › Eigenschaften. Oben rechts neben dem Namen sitzt ein kleines Symbol. Ein Klick darauf öffnet die Auswahl: Stecknadeln, Kreise, Quadrate, Sterne, Fahnen und viele Piktogramme für Parkplatz, Bahnhof, Aussichtspunkt oder Wanderweg.
Im selben Fenster legen Sie fest:
- Farbe des Symbols
- Skalierung, also die Größe
- Deckkraft, damit darunterliegende Bilder durchscheinen
Beschriftung
Unter dem Reiter Stil, Farbe stellen Sie Farbe und Größe des Namens ein. Eine Beschriftung, die niemand braucht, lässt sich auch ganz ausblenden: Skalierung auf 0 setzen. Dann erscheint der Name nur noch in der Seitenleiste und in der Sprechblase.
Eigene Symbole
Neben den mitgelieferten Symbolen akzeptiert Google Earth eigene Grafiken. Klicken Sie in der Symbolauswahl auf Benutzerdefiniertes Symbol hinzufügen und geben Sie den Pfad zu einer Bilddatei oder eine Web-Adresse an. Kleine PNG-Dateien mit transparentem Hintergrund funktionieren am besten, etwa 32 bis 64 Pixel groß.
Liegt das Bild auf Ihrem Rechner, müssen Sie es beim Weitergeben mitliefern. Das geschieht automatisch, wenn Sie die Ortsmarke als KMZ speichern – mehr dazu unter Ortsmarken speichern.
Pfade und Polygone gestalten
Linien und Flächen haben eigene Einstellungen:
| Objekt | Einstellung | Wirkung |
|---|---|---|
| Pfad | Linienfarbe, Breite | Wanderwege, Routen, Grenzen |
| Pfad | „An Boden anpassen“ | Linie folgt dem Gelände |
| Polygon | Füllfarbe, Deckkraft | Grundstücke, Gebiete, Zonen |
| Polygon | Höhe und „Seiten bis zum Boden“ | einfache 3D-Blöcke |
Eine halbtransparente Füllung von etwa 40 Prozent lässt das Luftbild darunter erkennen und markiert die Fläche trotzdem deutlich.
Stile auf viele Objekte übertragen
Wer viele Ortsmarken gleich gestalten will, markiert zuerst den Ordner, öffnet dessen Eigenschaften und setzt dort Symbol und Farbe. Pro überträgt die Einstellungen auf alle enthaltenen Orte. Das spart viel Klickarbeit.
Gestaltung für gute Lesbarkeit
Ein paar Grundregeln aus der Kartografie helfen auch in Google Earth:
- Wenige Farben: Drei bis fünf Farben reichen für die meisten Karten. Mehr verwirrt.
- Kontrast zum Hintergrund: Gelb und Weiß leuchten auf dunklen Wäldern, auf hellen Feldern und Schnee gehen sie unter. Rot und Blau funktionieren fast überall.
- Größe nach Bedeutung: Wichtige Orte bekommen größere Symbole, Nebensachen kleinere.
- Legende: Wer eine Karte weitergibt, erklärt die Farben in der Beschreibung des Ordners.
HTML in Sprechblasen
Die Beschreibung einer Ortsmarke versteht HTML. Damit lassen sich die Sprechblasen gestalten: Überschriften, Listen, Tabellen und Links. Ein Bild aus dem Internet binden Sie mit einem normalen Bild-Tag ein. Für Ortsmarken, die viele Informationen tragen – etwa bei einer Schnitzeljagd oder einer Vereinskarte –, lohnt sich eine einheitliche kleine Vorlage, die man per Kopieren und Einfügen in jede Beschreibung übernimmt.
Im Web
In Projekten von Google Earth im Web wählen Sie Farbe und Symbolform über das Stift-Symbol am Eintrag. Die Auswahl ist kleiner als in Pro, reicht für die meisten Karten aber aus. Linien und Flächen erhalten Farbe und Breite auf dieselbe Weise.
Gut gestaltete Orte machen sich besonders in einer Tour oder beim Teilen mit anderen bezahlt.
Weitere Wegpunkte im Kapitel „Ortsmarken & Touren“
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