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Ortsmarken speichern: Meine Orte, KML- und KMZ-Dateien

Aktualisiert am 28.09.2026 · Lesezeit ca. 3 Minuten

Nichts ist ärgerlicher als eine Sammlung von hundert Orten, die nach einem Absturz verschwunden ist. Wer weiß, wo Google Earth speichert und wie man Dateien sichert, ist auf der sicheren Seite.

Automatisch: der Ordner „Meine Orte“

Google Earth Pro speichert alles, was unter Meine Orte liegt, in einer Datei namens myplaces.kml im Benutzerprofil. Das geschieht beim Beenden des Programms. Stürzt Pro ab, bevor es sauber beendet wurde, fehlen unter Umständen die letzten Änderungen.

Dateien: KML und KMZ

KML und KMZ … orte.kmlKMLorte.kmzzippen
KML ist lesbarer Text, KMZ ein ZIP-Paket mit KML, Bildern und Symbolen.

Einzelne Orte oder ganze Ordner speichern Sie über Rechtsklick › Ort speichern unter als Datei. Zur Wahl stehen zwei Formate:

  • KML (Keyhole Markup Language) ist eine Textdatei im XML-Format. Man kann sie mit jedem Editor öffnen. Seit 2008 ist KML ein offizieller Standard des Open Geospatial Consortium und wird deshalb auch von vielen anderen Programmen gelesen.
  • KMZ ist eine ZIP-komprimierte KML-Datei. Sie kann zusätzlich Bilder, Symbole und Modelle enthalten.

Faustregel: Für reine Punkte, Linien und Flächen reicht KML. Sobald eigene Symbole oder Bild-Overlays im Spiel sind, nehmen Sie KMZ.

Wie eine KML-Datei aussieht

Eine einzelne Ortsmarke ist in KML erstaunlich kurz:

<Placemark>
  <name>Kaiserburg</name>
  <Point>
    <coordinates>11.0757,49.4579,0</coordinates>
  </Point>
</Placemark>

Auffällig: In KML steht die Länge vor der Breite. Das ist umgekehrt zur üblichen Schreibweise und ein häufiger Grund für Orte, die im falschen Erdteil landen.

Sicherungskopien

  1. Rechtsklick auf Meine Orte › Ort speichern unter › KMZ.
  2. Die Datei an einem zweiten Ort ablegen, etwa auf einem USB-Stick oder in einem Cloud-Ordner.
  3. Nach größeren Änderungen wiederholen.

Wiederherstellen geht über Datei › Öffnen. Die Inhalte erscheinen unter „Temporäre Orte“ und lassen sich nach „Meine Orte“ ziehen.

Von Pro ins Web und zurück

In Google Earth im Web öffnen Sie ein Projekt und wählen Importieren › KML-Datei. Die Orte erscheinen im Projekt und werden im Google-Konto gespeichert. Umgekehrt lässt sich ein Projekt als KML exportieren und in Pro öffnen. Nicht alle Gestaltungsdetails überstehen den Weg, Namen, Beschreibungen und Positionen aber schon.

Speicherort von „Meine Orte“

Die Datei myplaces.kml liegt im Benutzerprofil, unter Windows im Ordner für Anwendungsdaten von Google Earth, unter macOS in der Library des Benutzers. Den genauen Pfad müssen Sie selten kennen, denn die Sicherung über „Ort speichern unter“ ist bequemer. Hilfreich ist das Wissen aber, wenn Sie einen Rechner wechseln und die Orte ohne vorherige Sicherung retten möchten.

Google Earth legt zusätzlich eine Sicherungskopie dieser Datei an. Sollte „Meine Orte“ nach einem Absturz leer sein, lohnt ein Blick in denselben Ordner nach einer Datei mit ähnlichem Namen und der Endung „.backup“. Umbenannt in myplaces.kml stellt sie den letzten gesicherten Stand wieder her. Schließen Sie Google Earth vorher.

GPS-Daten importieren

Google Earth Pro liest Daten von GPS-Geräten ein: über Tools › GPS bei angeschlossenen Geräten oder über Datei › Öffnen für Dateien im GPX-Format, wie sie Sport-Apps und Wanderportale anbieten. Wegpunkte werden zu Ortsmarken, Tracks zu Pfaden. Einmal importiert, lassen sich die Daten wie alle anderen Orte gestalten, als KMZ speichern und in einer Tour abfliegen.

Andere Programme

Weil KML ein Standard ist, lesen viele Anwendungen die Dateien: Geoinformationssysteme wie QGIS, Kartendienste und zahlreiche GPS-Apps. Umgekehrt können Sie Tracks aus GPS-Geräten (etwa im GPX-Format) in Google Earth Pro öffnen. Damit wird Google Earth zum Werkzeug, um Wanderungen oder Radtouren nachträglich anzusehen.

Wer Orte nicht nur sichern, sondern gemeinsam mit anderen pflegen will, liest weiter bei Ortsmarken teilen. Dateien, die sich selbst aktualisieren, erklärt der Network-Link.

Weitere Wegpunkte im Kapitel „Ortsmarken & Touren“