ge-hilfe.de · Google Earth verständlich erklärt47°25′16″ N · 10°59′07″ O
ge-hilfeDeutsche Anleitung für Google Earth
Gilt für ProWeb

Maussteuerung: So bewegen Sie sich mit der Maus über den Globus

Aktualisiert am 28.09.2026 · Lesezeit ca. 3 Minuten

Mit der Maus sind Sie in Google Earth am schnellsten unterwegs. Wer die drei Tasten und das Rad bewusst einsetzt, fliegt ruhig und landet dort, wo er hinwill.

Die Grundgesten

Belegung der Maustasten in Google EarthLinke Tasteziehen = verschiebenRad: zoomen · Klick+ziehen: neigenRechte Tasteziehen = zoomen + neigenDoppelklick links: heranfliegen · Doppelklick rechts: wegfliegen
Links verschieben, Rad zoomen, rechts zoomen mit Neigung, Mitte neigen und drehen.
AktionMausbewegung
Verschiebenlinke Taste gedrückt halten und ziehen
ZoomenMausrad drehen
Zoomen mit automatischer Neigungrechte Taste gedrückt halten, nach oben oder unten ziehen
Neigen und drehenmittlere Taste (Radklick) gedrückt halten und ziehen
Umsehen aus einem PunktStrg + linke Taste ziehen
HeranfliegenDoppelklick mit der linken Taste
WegfliegenDoppelklick mit der rechten Taste

Verschieben und „Werfen“

Ziehen Sie die Erde mit gedrückter linker Taste, bewegt sie sich mit. Lassen Sie die Taste während der Bewegung los, dreht sich der Globus weiter, als hätten Sie ihn angestoßen. Das sieht schön aus, stört aber beim genauen Arbeiten. Die Leertaste stoppt jede Bewegung sofort.

Zoomen mit dem Rad

Jede Raststufe des Mausrads bringt Sie ein Stück näher heran. Google Earth zoomt dabei auf die Stelle unter dem Mauszeiger, nicht auf die Bildmitte. Zeigen Sie also zuerst auf Ihr Ziel und drehen Sie dann das Rad. Wer die Richtung umgekehrt haben möchte, stellt sie in Pro unter Tools › Optionen › Navigation um.

Neigen: von der Karte zur Landschaft

Der Reiz von Google Earth liegt im schrägen Blick. Halten Sie die mittlere Maustaste gedrückt und ziehen Sie nach oben oder unten, kippt die Ansicht. Bewegungen nach links und rechts drehen sie. Ohne mittlere Taste funktioniert dasselbe mit Umschalt und linker Taste.

Gerade in den Bergen lohnt sich das. Ein Tal, das von oben flach wirkt, bekommt im Schrägblick Tiefe. Noch stärker wird der Eindruck mit überhöhtem Gelände, das Sie unter Anzeige einstellen können.

Mit Trackpad und Touchscreen

Auf Laptops ersetzt das Trackpad die Maus: Ein Finger verschiebt, zwei Finger auseinander oder zusammen zoomen. Neigen geht über zwei Finger nach oben oder unten, in manchen Systemen zusammen mit Umschalt. In der mobilen App gilt dasselbe Prinzip: Mit zwei Fingern drehen Sie die Karte, ein Wisch mit zwei Fingern nach oben neigt sie.

Die Perspektive der ersten Person

Eine Mausgeste wird oft übersehen: Strg mit gedrückter linker Taste. Die Kamera bleibt dabei an ihrem Platz und dreht nur den Blick, als würden Sie den Kopf wenden. So schauen Sie sich von einem Aussichtspunkt aus um oder blicken in einer Straßenschlucht die Fassaden hinauf. Zusammen mit den 3D-Gebäuden entsteht ein erstaunlich räumlicher Eindruck.

Ein kleiner Übungsflug

Wer die Gesten sicher beherrschen möchte, probiert diese kurze Übung:

  1. Mit R die Ansicht zurücksetzen.
  2. Mit dem Mausrad auf die Alpen zoomen, bis einzelne Täler erkennbar sind.
  3. Mit der mittleren Taste die Ansicht neigen, bis der Horizont erscheint.
  4. Mit der linken Taste ein Tal entlang schieben.
  5. Mit der mittleren Taste nach links und rechts drehen, um in Seitentäler zu schauen.
  6. Mit Leertaste stoppen und mit U zurück in die Draufsicht.

Nach zwei, drei Durchgängen sitzen die Bewegungen. Dann lohnt es sich, dieselbe Übung mit den Tastaturkürzeln zu wiederholen.

Wenn die Maus nicht reagiert

Reagiert der Globus nicht auf Mausbewegungen, hat meist ein anderes Fenster den Fokus. Ein einfacher Klick in die 3D-Ansicht behebt das. Springt die Ansicht beim Zoomen ruckartig, hilft es, im Treiber der Maus die Beschleunigung des Mausrads zu verringern.

Ruhiger fliegen

Wer Präsentationen oder Touren vorbereitet, möchte weiche Bewegungen. Drei Stellschrauben helfen:

  1. Fluggeschwindigkeit: In Pro unter Tools › Optionen › Navigation einstellbar. Langsamer wirkt ruhiger.
  2. Kleine Gesten: Lieber mehrere kurze Bewegungen als ein großer Schwung.
  3. Navigationsleiste: Für ganz gleichmäßige Fahrten ist die Navigationsleiste mit ihrem Joystick oft besser als die Maus.

Wer oft und lange in Google Earth unterwegs ist, kann sich eine 3D-Maus wie den Space Navigator ansehen. Sie trennt Bewegung und Blickrichtung sauber voneinander.

Weitere Wegpunkte im Kapitel „Erste Schritte“