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Neuigkeiten und Chronik: Google Earth von 2001 bis heute

Aktualisiert am 28.09.2026 · Lesezeit ca. 3 Minuten

Google Earth ist älter, als viele denken. Die Software hat eine Vorgeschichte als Profi-Werkzeug, wurde 2005 zum Massenphänomen und hat sich seither mehrfach neu erfunden.

Die Vorgeschichte

Hinter Google Earth steht ein Programm namens EarthViewer der Firma Keyhole. Keyhole wurde 1999 gegründet, EarthViewer erschien 2001 und richtete sich vor allem an Fachleute, etwa in Immobilienwirtschaft, Behörden und Medien. Im Oktober 2004 kaufte Google das Unternehmen. Der Name blieb in einem Detail erhalten: Das Dateiformat KML heißt ausgeschrieben „Keyhole Markup Language“.

Meilensteine von Google Earth200120042005200620092012201520172021
Von Keyhole über den kostenlosen Download bis zur Web-Version.

Die Zeitleiste

JahrEreignis
2001Keyhole veröffentlicht den EarthViewer
2004Google übernimmt Keyhole
2005Google Earth erscheint am 28. Juni als kostenloser Download
2006Version 4 bringt mehrere Sprachen, darunter Deutsch
2007Version 4.2 mit Sky (Sternenhimmel) und Flugsimulator
2008KML wird Standard des Open Geospatial Consortium, erste App fürs iPhone
2009Version 5 mit Ozean, historischen Bildern und Mars
2010Google Earth Engine für wissenschaftliche Analysen startet
2011Version 6 mit 3D-Bäumen
2012Version 7 mit 3D-Darstellung ganzer Städte aus Luftbildern
2015Google Earth Pro wird kostenlos
2017neue Google Earth im Browser mit „Voyager“-Geschichten
2018Google Earth Studio für animierte Kamerafahrten
2020Web-Version läuft auch in Firefox, Edge und Opera
2021Timelapse zeigt Satellitenbilder ab 1984 im Zeitraffer

Die frühen Jahre

2005 und 2006 war Google Earth ein Phänomen. Menschen suchten ihr eigenes Haus, flogen zum Urlaubsort und tauschten Ortsmarken in Foren. Damals entstanden viele deutschsprachige Hilfeseiten, weil die Software zunächst nur auf Englisch verfügbar war. Mit Version 4 kam die deutsche Oberfläche.

Es gab damals verschiedene Fassungen: die kostenlose Grundversion, Google Earth Plus mit GPS-Import für einen kleinen Jahresbeitrag und Google Earth Pro für gewerbliche Nutzer. Plus wurde Ende 2008 eingestellt, seine Funktionen wanderten in die kostenlose Version. Pro kostete bis 2015 eine Lizenzgebühr.

Vom Programm zur Web-Anwendung

Mit der Neuauflage im Browser 2017 verschob sich der Schwerpunkt. Neue Funktionen wie Projekte, Präsentationen und Timelapse kamen zuerst oder nur im Web. Google Earth Pro wird weiter angeboten und aktualisiert, aber kaum noch um große Funktionen erweitert. Für viele Werkzeuge – historische Bilder mit Zeitregler, Filmersteller, GPS-Import – bleibt Pro aber die erste Wahl. Welche Version wofür passt, steht unter Die Software.

Warum es deutschsprachige Hilfeseiten gab

In den ersten Monaten nach dem Start war Google Earth nur auf Englisch erhältlich, und die offizielle Hilfe ebenfalls. Gleichzeitig war das Interesse in Deutschland groß: Zeitschriften druckten Anleitungen ab, in Foren tauschten Nutzerinnen und Nutzer Tipps und Ortsmarken. Es entstanden zahlreiche private Hilfeseiten, die die Bedienung auf Deutsch erklärten. Mit der deutschen Oberfläche und einer deutschsprachigen offiziellen Hilfe verloren viele davon an Bedeutung.

Was bleibt

Viele Grundideen von damals sind bis heute unverändert: der Globus als Oberfläche, Ortsmarken und KML-Dateien, Touren und Ebenen. Wer die Grundlagen einmal gelernt hat, findet sich auch in neuen Versionen schnell zurecht. Genau darauf zielen die Anleitungen auf dieser Seite ab.

Mehr als ein Globus

Aus dem Umfeld von Google Earth sind Werkzeuge für Fachleute entstanden: Earth Engine für die Analyse großer Mengen von Satellitendaten in Forschung und Umweltschutz und Earth Studio für Kamerafahrten in Film und Fernsehen. Für den Alltag spielen sie kaum eine Rolle, zeigen aber, wie weit sich die Idee eines digitalen Globus entwickelt hat.

Weitere Wegpunkte im Kapitel „Weiter entdecken“