Die Schnitzeljagd: Geo-Rätsel mit Google Earth
Aktualisiert am 28.09.2026 · Lesezeit ca. 3 Minuten
Eine Schnitzeljagd auf dem Globus ist eine der schönsten Arten, Google Earth kennenzulernen. Die Mitspielenden bekommen Hinweise, suchen Orte und sammeln unterwegs Lösungsbuchstaben. Das klappt am Familientisch genauso wie im Klassenzimmer.
Die Idee
Bei einer klassischen Schnitzeljagd folgt man einer Spur von Hinweis zu Hinweis. Mit Google Earth geht das rund um die Welt: Jede Station ist ein Ort, jeder Hinweis führt zum nächsten. Am Ende steht ein Lösungswort oder ein letztes Ziel.
Eine Jagd in fünf Schritten bauen
- Thema wählen: Burgen in Bayern, Hauptstädte Europas, Orte aus einem Buch oder die Stationen des letzten Urlaubs.
- Stationen festlegen: Fünf bis zehn Orte sind ein guter Umfang für eine Stunde.
- Hinweise schreiben: Jeder Hinweis beschreibt den nächsten Ort, ohne den Namen zu nennen.
- Frage am Ort: Was man nur mit Google Earth herausfinden kann – etwa die Zahl der Türme, die Farbe eines Daches oder die Länge einer Brücke mit dem Lineal.
- Lösung sammeln: Aus jeder Antwort ergibt sich ein Buchstabe oder eine Zahl.
Hinweise, die funktionieren
| Art | Beispiel |
|---|---|
| Beschreibung | „Das Märchenschloss eines Königs, der das Bauen liebte.“ |
| Koordinaten | „Fliege zu 47.5576, 10.7498.“ |
| Richtung und Entfernung | „Von hier 3 Kilometer nach Nordosten.“ |
| Bild | ein Ausschnitt aus einem Luftbild, der wiedererkannt werden muss |
Koordinaten sind eine gute Gelegenheit, das Gradnetz zu erklären. Die Grundlagen stehen unter Koordinaten verstehen.
Die Jagd weitergeben
- In Google Earth Pro: Die Stationen als Ordner anlegen, die Beschreibungen als Hinweise schreiben und alles als KMZ-Datei speichern. Wie das geht, steht unter Ortsmarken speichern.
- Im Web: Ein Projekt anlegen, jede Station als Folie gestalten und über Präsentieren abspielen. Mit einem geteilten Link können mehrere Gruppen gleichzeitig spielen.
Schnitzeljagd und Geocaching
Mit dem Geocaching gibt es die Schnitzeljagd auch in der echten Welt: Man sucht mit GPS-Gerät oder Smartphone kleine versteckte Behälter. Google Earth ist dafür ein gutes Vorbereitungswerkzeug. Man sieht vorab, ob ein Versteck im Wald, an einem Fluss oder mitten in der Stadt liegt, und plant den Weg.
Beispiel: eine kleine Jagd durch Franken
So könnte eine einfache Jagd mit vier Stationen aussehen:
- „Beginne an der Burg über der Nürnberger Altstadt. Wie viele runde Türme siehst du im Luftbild?“
- „Folge der Pegnitz nach Westen bis in die Nachbarstadt Fürth. Welche Farbe hat das Dach des Rathausturms?“
- „Fliege zu 49.3977, 10.8897. Welches Gebäude steht auf der Anhöhe mitten im Ort?“
- „Miss die Luftlinie von hier zurück zum Start. Die erste Ziffer der Kilometerzahl ist der letzte Teil der Lösung.“
Die Antworten ergeben zusammen den Lösungscode. Wer eine solche Jagd baut, prüft jede Frage selbst in Google Earth, denn Luftbilder ändern sich und mit ihnen manchmal die Lösung.
Fair spielen
Damit die Jagd Spaß macht, sollten die Fragen ohne Internetsuche lösbar sein – nur mit Google Earth. Wer möchte, kann Hilfestellungen in eigenen Ordnern ablegen, die man erst bei Bedarf aufklappt und einschaltet.
Ideen für den Unterricht
- Erdkunde: Flüsse von der Quelle bis zur Mündung verfolgen.
- Geschichte: Stationen einer historischen Reise nachfliegen.
- Deutsch: Schauplätze aus einer Lektüre suchen.
- Mathematik: Flächen und Strecken messen und vergleichen.
Die Rätsel werden noch spannender, wenn man die historischen Bilder einbezieht: „Was stand hier vor zwanzig Jahren?“
Weitere Wegpunkte im Kapitel „Weiter entdecken“
/de/42Neuigkeiten und ChronikDie wichtigsten Stationen von Google Earth: vom Keyhole EarthViewer über die erste Version 2005 bis zu Pro, …/de/16Häufige Fragen zu Google EarthAntworten auf häufige Fragen zu Google Earth: Kosten, Aktualität der Bilder, Live-Ansicht, Offline-Nutzung, …/de/64LinksAusgewählte Links rund um Google Earth: offizielle Hilfe und Downloads, KML-Dokumentation und Standard, freie …